Forstbetriebskarte
Forstbetriebskarte aus dem Jahr 1913

Seit 1840 begannen die Grafen zur Lippe-Biesterfeld, Heideflächen mit der anspruchslosen Kiefer (pinus silvestris) aufzuforsten. Von diesen Pflanzungen sind nur noch ganz geringe Reste erhalten. Aber schon 1852 verkaufte Graf Julius zur Lippe seinen gesamten Bergwerks- und Grundbesitz an die Gebrüder Hilarius, Karl, Werner und Wilhelm Kreuser, die ihn 1859 in den neu gegründeten „Mechernicher Bergwerks-Actien-Verein“ einbrachten. Ein halbes Jahrhundert gehörte der Wald zum haftenden Kapital dieses Unternehmens. Während dieser Zeit betreute der Förster Hubert Schick, dessen Dienstwohnung die Feyermühle war, den Wald. Massive Betriebsverluste des Bleibergwerkes führten am 11. September 1907 zum Verkauf des „Hombusch“ an den Kölner Bankier Carl Theodor Deichmann. Dieser erbaute das Haus Hombusch und das Maschinenhaus in Burgfey. Den damals 292 ha großen Waldbesitz bewirtschaftete er sehr aufwendig: Er legte ein Wildgatter, Alleen und große Neukulturen an, wobei er auch seltene Baumarten (Douglasie, Küstentanne, Schwarzkiefer, Weymouthskiefer, Roteiche, Linde) anpflanzen liess. Die Lohwirtschaft wurde eingestellt. 1913 ließ Deichmann eine "Forsteinrichtung" (Inventur von Waldbeständen) für seinen Waldbesitz in Mechernich und Holzheim erstellen. Nach der großen Inflation im Jahr 1923 zwang ihn jedoch Kapitalnot seines Bankhauses zum Verkauf seines Grundbesitzes in Mechernich.